Sie sind quer in der Stadt verteilt. Viele Passanten gehen tagtäglich an ihnen vorbei. Doch wie viele wissen tatsächlich, dass sich unter ihren Füßen eine Form des Denkmals befindet?!

So mussten wir, der Kurs 12/2,  feststellen, dass auch nur ein geringer Teil von uns wusste, dass es sie in unserer vertrauten Stadt gibt. Die Rede ist von den Stolpersteinen. Dies ist ein Projekt, um den jüdischen Bürgern aus Jena zu gedenken, welche in der Zeit des Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind.

Stolpersteine sind kleine, ebenerdige Betonsteine mit einer Messingplatte als Oberfläche. Auf der Platte sind die die Namen und die Lebensdaten der jeweiligen Person eingraviert.

Um den Lehrstoff des Fachs Geschichte uns praktisch näher zu bringen, entschieden wir, die Schüler des Kurses zusammen mit Frau Preißler, eine Stolpersteintour am 5. Dezember 2018 anzutreten. Diese wurde von den Schülern selbst organisiert. Die gewählte Route führte uns durch ganz Jena. Die Exkursion begann in Lobeda und endete am Westbahnhof. Trotz Kälte hielten alle tapfer durch und präsentierten voller Motivation die Geschichten einzelner Bürger. Veranschaulicht wurde uns der Inhalt durch Gedankenexperimenten, jiddischem Gesang, selbst geschriebenen Dialogen und Zitaten. Die Tour verdeutlichte die Tragik der präsentierten Schicksale der Menschen und hinterließ bei uns einen bleibenden Eindruck.

Also, haltet die Augen offen, schaut zu euren Füßen hinab und verbeugt euch somit vor den Opfern der Judenverfolgung.

Von Jasmin Brendel


Von Stein zu Stein durch die Geschichte Jenas